Theatergruppe Hetzerath e.V.

Mitglied im LV Amateurtheater RLP und im Bund Deutscher Amateurtheater

 

Peer Guide Ausbildung - Jugendliche begleiten Jugendliche

Fünf Schulen der Region engagieren sich gegen Antisemitismus und Rassismus

Das Wort »peer« kommt aus dem Englischen und bedeutet unter anderem »der/die Gleichaltrige«. Frei übersetzen lässt sich Peer Education mit »Bildungsarbeit unter Gleichaltrigen«. Sie ermöglicht es Jugendlichen, ihre eigene Lebenswelt und die Interessen ihres gleichaltrigen sozialen Umfeldes in die Auseinandersetzung zu einem bestimmten Thema zu integrieren. Mit ihren Erfahrungen, Wünschen und einer eigenen Sprache sind die Jugendlichen Experten und Expertinnen und können die Frage auf ihren Interessen basierend am besten selbst beantworten. Um den Ansatz der Peer Education erfolgreich umzusetzen, braucht es vor allem Vertrauen: Vertrauen in die Jugendlichen und ihre Fähigkeiten, eine solche verantwortungsvolle Rolle einzunehmen.

Im Rahmen des Anne Frank Projektes engagieren sich in Hetzerath 33 junge Menschen und lassen sich zu Peer Guides ausbilden, um ab 15. November 2018 anderen Jugendlichen und Erwachsenen die Anne Frank Ausstellung zu zeigen.   

Wir freuen uns sehr, dass die Jugendlichen bereits jetzt in Ihren Schulen: Peter-Wust Gymnasium, Kurfürst-Balduin-Realschule plus, Clara-Viebig-Realschule plus, jeweils Wittlich, der  IGS Salmtal und der Friedrich-Spee-Realschule plus, Neumagen-Dhron inhaltlich an diesem Thema arbeiten. Am 13. und 14 November findet dann die offizielle Schulung durch Pädagogen des Anne Frank Zentrums, Berlin statt.

Hier erhalten sie Informationen über die Geschichte von Anne Frank und sie setzen sich kritisch mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander. Außerdem befassen sie sich mit den Themen Antisemitismus, Rassismus und Formen der Diskriminierung in der heutigen Zeit.

Am Freitagnachmittag, dem 14.09.2018, trafen sich die Schülerinnen und Schüler zu einem Kennenlernnachmittag.

Alle Schulen nehmen mit Schülergruppen an Führungen durch die Ausstellung teil. Auch ist der Besuch des Theaterstücks mit einigen Klassenstufen geplant.

 

 

Anne-Frank-Projekt 2018

 

"Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu ändern!"

(Anne Frank, 14 Jahre alt, 26. März 1944)  

 

Im Jahr 2018 feiert unser Ort sein 950 jähriges Bestehen.

Auch die Theatergruppe Hetzerath wird sich an den Jubiläumsveranstaltungen beteiligen und bringt das Theaterstück "Das Tagebuch der Anne Frank" von Frances Goodrich und Albert Hackett auf die Bühne.

Auf den ersten Blick mag diese Wahl vielleicht etwas ungewöhnlich erscheinen, da man ein Jubiläum in erster Linie mit einem fröhlichen Fest verbindet und daher eine Komödie vielleicht eher auf den Spielplan gepasst hätte. Wir haben uns aber ganz bewusst für "Das Tagebuch der Anne Frank" entschieden da wir der Ansicht sind, dass auch ein ernstes Thema hier seinen Platz haben kann und haben sollte.  

Mit der Entscheidung für dieses Stück ist dann die Idee entstanden, unsere Aufführungen in ein Projekt einzubinden und uns der Thematik auch über weitere Angebote, wie Ausstellungen, Filme, Vorträge usw. zu nähern.

So wird das Anne-Frank-Zentrum Berlin für den Aufführungszeitraum von drei Wochen mit der Ausstellung "Lasst mich ich selbst sein" in Hetzerath vertreten sein. Im Rahmen der Ausstellung arbeiten wir eng mit verschiedenen Schulen der Region zusammen die das Angebot angenommen haben, Schülerinnen und Schüler als Ausstellungsbegleiterinnen und -begleiter (Peer-Guides) zu entsenden.

Gemeinsam mit dem Emil-Frank-Institut in Wittlich möchten wir die jüdische Geschichte der Region näher in den Blick nehmen und damit dem Projekt auch einen regionalen Bezug geben. Dieses Angebot wird ergänzt durch die Zusammenarbeit mit dem Förderverein der KZ-Gedenkstätte Hinzert, den wir ebenfalls für unser Anliegen gewinnen konnten.  

Des weiteren wird uns die Katholische Erwachsenenbildung Mittelmosel (Dekanat Wittlich) unterstützen und einen Filmabend mit anschließender Diskussion in Hetzerath anbieten. 

  

 


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Ganz besonders freuen wir uns, dass die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Frau Malu Dreyer, die Schirmherrschaft für das Anne-Frank-Projekt übernommen hat 

Nun hoffen wir auch Ihr Interesse geweckt zu haben und würden uns freuen Sie dann im November 2018 in Hetzerath begrüßen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Partner:

Ortsgemeinde Hetzerath

http://www.gemeinde-hetzerath.de 

 

Anne Frank Zentrum, Berlin:

http://www.annefrank.de

 

Emil-Frank-Institut, Wittlich

http://www.emil-frank-institut.de

 

Gedenkstätte Hinzert:

http://www.gedenkstaette-hinzert-rlp.de

 

Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V.:

http://www.hinzert.de

 

Katholische Erwachsenenbildung Mittelmosel Dekanat Wittlich:


http://www.dekanat-wittlich.de/themen/erwachsenenbildung/

 

  

 

 

 

Ausstellung: "Lasst mich ich selbst sein"

"Ich weiß, was ich will, habe ein Ziel, habe eine eigene Meinung, habe einen Glauben und eine Liebe. Lasst mich ich selbst sein, dann bin ich zufrieden!"  (Anne Frank, 11. April 1944) 

 

Patrick Siegele, der Direktor des Anne Frank Zentrums Berlin, drückt es im Vorwort zum Ausstellungskatalog so aus:

"Anne Frank ist für viele Menschen eine Ikone, ein Symbol für den Völkermord an der jüdischen Bevölkerung durch die Nationalsozialisten. Ihre Geschichte ist im kollektiven Gedächtnis verankert und steht stellvertretend für die Geschichten von Millionen von Menschen, die in deutschen Konzentrationslagern ermordet wurden. Ihr Tagebuch erinnert aber auch daran, dass Anne Frank ein junges Mädchen war - mit Träumen, Problemen und Wünschen, wie sie typisch für ihr Alter sind.

Die Ausstellung "Lasst mich ich selbst sein" Anne Franks Lebensgeschichte erzählt von Anne Frank, von ihrem Leben und ihrer Zeit: von den ersten Jahren in Frankfurt am Main, der Flucht nach Amsterdam, den glücklichen Jahren in Freiheit, der Zeit im Versteck, bis zu den letzten sieben Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen.

Mit seinen universellen Botschaften regt das Tagebuch der Anne Frank zum Nachdenken über die Gegenwart an. Die Ausstellung greift diese Gedanken auf und wendet sich mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung direkt an die Jugendlichen: Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus? Ausgehend von der Frage "Was kann ich bewirken?" wird zum Einsatz für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie ermutigt. "

Auch in Hetzerath werden Jugendliche aus umliegenden Schulen andere Jugendliche durch die Ausstellung begleiten.   

"Auch in unserer Zeit werden wir mit Ereignissen konfrontiert, die uns zeigen, dass Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus keine Probleme von gestern sind. Die Erinnerung an Anne Frank, so schreibt Patrick Siegele weiter, hängt für uns unmittelbar mit dem Engagement für eine demokratische Gesellschaft zusammen. Unsere Ausstellung fordert alle Besucherinnen und Besucher auf, sich aktiv dafür einzusetzen."

  

 

 

 

 

Inszenierung "Das Tagebuch der Anne Frank"

Eine zentrale Säule des Anne-Frank-Projektes ist natürlich die Inszenierung des Theaterstückes, "Das Tagebuch der Anne Frank", zu dem die Proben bereits vor einigen Wochen begonnen haben.  Zwischenzeitlich hat auch das Team "Bühne und Kulisse" seine Arbeit aufgenommen und einen ersten Entwurf mit der Regie abgestimmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Entwurf Model Bühnenbild "Anne-Frank"
Entwurf Bühnenbild

Probe Bürgerhaus_Dez. 2017


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Post aus dem Landtag:

 

Wir freuen uns sehr, dass der neu ernannte Beauftragte gegen Antisemitismus, Herr Dieter Burgard, unser Anne-Frank-Projekt unterstützt.   

 

Lieber Herr Burgard, 

 

herzlichen Dank für den netten Brief. Wir freuen uns sehr, dass Sie bereits zum jetzigen Zeitpunkt ihr Kommen zur Eröffnung der Ausstellung, bzw. zum Start des Anne-Frank-Projektes zugesagt haben. 

 

  

 

 

 

 

 


 

 

Seniorenresidenzen der creatio Gruppe unterstützen Theatergruppe Hetzerath e.V.

 Die Seniorenresidenzen St. Andreas Pölich, St. Martin Schweich und St. Paul Wittlich spenden 1500 Euro für das Anne Frank Projekt 2018.

In diesem Jahr feiert die Ortsgemeinde Hetzerath ihr 950 jähriges Bestehen. Zahlreiche Veranstaltungen unter dem Motto "Auf dem Weg in die Zukunft" umfassen das Festprogramm für 2018. Auch die Theatergruppe Hetzeath e.V. beteiligt sich an den Jubiläumsveranstaltungen, wenngleich sie mit ihrem Anne Frank Projekt eher einen Blick in die Vergangenheit wirft. "Vielleicht erscheint das Projekt dem einen oder anderen als ungewöhnlich für ein Jubiläumsjahr, wir finden jedoch, dass auch ein ernstes Thema hier seinen Platz haben sollte" erklärt Ottmar Hauprich, Vorsitzender der Theatergruppe. Neben der Aufführung des Thaterstückes "Das Tagebuch der Anne Frank" von Frances Goodrich und Albert Hackett, wird es Ausstellungen, Filme sowie Vorträge zur Thematik geben.

Aufmerksam auf das Projekt wurde die creatio Gruppe durch Tina Karls, Pflegefachkraft in der Seniorenresidenz Pölich, "Wir haben immer wieder Bewohner aus Hetzeath bei uns in Pölich, daher unterstützen wir gerne das Projekt und freuen uns, durch das Sponsoring der gesamten Unternehmensgruppe einen Beitrag leisten zu dürfen" so Markus Kowalik, Geschäftsführer der Seniorenresidenz St. Andreas.

Weitere interessierte Sponsoren, die das Anne Frank Projekt unterstützen möchten, können sich gerne an die Theatergruppe wenden.  

 

Bild: Spendenübergabe (v.r.n.l. Sylvia Blesius, Heimleitung St. Martin Schweich; Markus Kowalik, Heimleitung St. Andreas Pölich; Tina Karls mit Sohn, Mitglied der Theatergruppe Hetzerath e.V.; Andreas Kaufmann, Heimleitung St. Paul Wittlich) 

 

 

Schulen der Region engagieren sich gegen Antisemitismus und Rassismus

 

Die Theatergruppe Hetzerath führt im Rahmen der 950-Jahr-Feier von Hetzerath das Theaterstück „Das Tagebuch der Anne Frank“ auf und bringt eine Ausstellung zu diesem Thema in den Ort. Im Zeitraum vom 14. November 2018 bis zum 01. Dezember 2018 ist die Wanderausstellung “Lasst mich ich selbst sein“, Anne Franks Lebensgeschichte, im Bürgerhaus Hetzerath zu sehen.

5 Schulen der Region  arbeiten engagiert an dem Projekt gegen Antisemitismus und Rassismus mit: die Wittlicher Schulen: PWG, die Kurfürst-Balduin-RS plus, die Clara-Viebig-RS plus, die IGS Salmtal und die Friedich-Spee-RS plus Neumagen.

Am Freitagnachmittag, dem 14.09.2018, trafen sich die Schülerinnen und Schüler aus den 5 Schulen zu einem Kennenlernnachmittag. 33 Jugendliche wollen sich als Peer-Guides und Ausstellungsbegleiter ausbilden lassen und andere Jugendliche und Besucher und Besucherinnen durch die Ausstellung führen. Dabei informieren sie über die Geschichte von Anne Frank und setzen sich kritisch mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander. Außerdem befassen sie sich mit den Themen Antisemitismus, Rassismus und Formen der Diskriminierung in der heutigen Zeit.

Alle Schulen nehmen mit Schülergruppen an Führungen durch die Ausstellung teil. Auch ist der Besuch des Theaterstücks mit einigen Klassenstufen geplant.